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Rechtsextremismus

Hintergründe | Ideologie | Handeln

Wollten Sie immer schon einmal wissen, warum Menschen eigentlich an (rechte) Verschwörungstheorien glauben? Wie es hinter den Kulissen der rechten Szene in Dortmund aussieht? Oder warum Antisemitismus auch heute noch eine so große Rolle spielt?
Die Antworten dazu gibt es in unserer kostenlosen Online-Vortragsreihe rund ums Thema Rechtsextremismus. Ab dem 15. Oktober laden wir an fünf Terminen donnerstags von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr zu unterhaltsamen Kurzvorträgen mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde ein. Die Veranstaltungen finden über die Plattform Zoom statt und sind auch für Interessierte ohne Vorkenntnisse geeignet. Da die Vorträge nicht aufeinander aufbauen, können Sie auch an einzelnen oder mehreren Terminen teilnehmen.
Wir bitten um Anmeldung mit Namen und ggf. Organisation unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über das Kontaktformular*. Bitte geben Sie an, an welchen Terminen Sie gerne teilnehmen möchten. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie von uns Zugangsdaten und weitere Informationen zum Ablauf.

15.10.20 | 18:30 | Die extreme Rechte in NRW

Der Vortrag bietet nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen eine aktuelle Bestandsaufnahme: Welche Rolle spielt die extreme Rechte gegenwärtig im größten Bundesland der Bundesrepublik innerhalb und außerhalb der Parlamente? Gibt es besondere Akteur*innen? Welche lokalen Schwerpunkte sind hier wichtig? Welche Bedeutung hat die Rede von „Mischszenen“ bzw. einem „entgrenzten Rechtsextremismus“? Und welche Handlungsstrategien bieten sich aktuell an?
Referent: Richard Gebhardt (Politischer Bildner und Publizist in Aachen und Köln)

22.10.20 | 18:30 | Die rechte Szene in Dortmund

Die Dortmunder Neonazi-Szene gilt als Hochburg des Rechtsextremismus in Westdeutschland. In dem Vortrag werden die parlamentarischen und außerparlamentarischen Strukturen der hiesigen Kameradschaftsszene sowie ihre Aktivitäten, Strategien und Ideologie-Schwerpunkte dargestellt. Ausführlich wird hierbei auf das Konzept des Raumkampfes eingegangen, mit dessen Hilfe die Szene durch den Einsatz von Gewalt und Einschüchterungen in bestimmten Sozialräumen eine rechtsextreme Hegemonie schaffen will. Zudem bietet der Vortrag eine kurze Einführung in die Theorie des Rechtsextremismus und versucht die Frage zu beantworten, warum die Neonazi-Szene für manche Jugendliche attraktiv sein kann.
Referent: Frederic Weiher (Erziehungs- und Sozialwissenschaftler und arbeitet bei einem Projekt in der Rechtsextremismus-Prävention)

29.10.20 | 18:30 | Elemente des Verschwörungsdenkens

Verschwörungsideen sind populär. In Medien, Kultur und Politik, unter Erwachsenen und Jugendlichen, auf der Rechten, auf der Linken und in der Mitte. Sie sind uns allen vertraut.
Obwohl sich Verschwörungsmythen mit unendlich vielen Einzelheiten und Details umgeben, ist ihre Form die Erklärung der Welt aus einem Punkt; mit klaren, übermächtigen, und gerade deshalb verborgenen und bedrohlichen individuellen Verantwortlichen: Was wie warum geschieht und wer davon profitiert erhält eine Gestalt und ein Gesicht.
Die Kampagnen der extremen Rechten, die Kanäle ‚alternativer‘ Medienschaffender oder das Gerücht aus ‚sicherer Quelle‘ im sozialen Netzwerk – wo eindeutige Erklärungen angeboten werden, sind die angeblich einfachen Lösungen nicht weit. Verschwörungsvorstellungen einigen Menschen über ein gemeinsames, absolutes Feindbild. Verschwörungsvorstellungen legitimieren kritiklose Zustimmung, Misstrauen und Kompromisslosigkeit, sie begünstigen Ressentiments wie Antisemitismus und entwerten Kritik-, Vertrauens- und Kompromissfähigkeit, die Basis für eine demokratische Gesellschaft.
Der Vortrag skizziert Geschichte und wesentliche Grundlagen der gesellschaftlichen und psychologischen Funktion und Wirksamkeit des Denkens in Verschwörungen. Im Anschluss werden wir Ansätze diskutieren, wie Verschwörungsvorstellungen im beruflichen Alltag, in politischer Bildung und Jugendarbeit zielführend begegnet werden kann.
Referent: Florian Hessel (Lehrbeauftragter der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, freier Referent und wissenschaftlicher Berater in der politischen Bildung und Demokratieförderung, Gründungsmitglied von Bagrut e.V.)

05.11.20 | 18:30 | Antisemitismus heute - Erscheinungsformen des Ressentiments im 21. Jahrhundert (nur mit Anmeldung)

Antisemitismus in der Gesellschaft wird zunehmend als ein zentraler Gegenstand der Präventionsarbeit thematisiert. Das Phänomen findet sich in den unterschiedlichsten sozialen und politischen Milieus wieder. Wie aber können engagierte Menschen und Akteure der Präventionsarbeit dem antisemitischen Ressentiment begegnen und welche Formen nimmt der moderne Antisemitismus im 21. Jahrhundert an? Der Vortrag vermittelt Grundlagen der Antisemitismuskritik, um die Identifizierung der verschiedenen Formen des Antisemitismus zu ermöglichen und Handlungskompetenzen für die aktive Präventionsarbeit im Themenfeld.
Referent: Lukas Schneider (Soziologe)

12.11.20 | 18:30 | Frauen in der rechten Szene

Wer an Nazis denkt, hat meist das Bild eines Mannes im Kopf. Dabei ist etwa ein Fünftel aller organisierter Rechtsextremer weiblich – Tendenz steigend. Betrachtet man rechtsextreme Einstellungen, gibt es erst keine Geschlechterunterschiede mehr. Warum sind Frauen in der rechten Szene also so unsichtbar?
Anhand von verschiedenen Biografien betrachten wir die Rollen von Frauen in der rechtsextremen Szene. Was zieht Frauen in ein so männerdominiertes Umfeld? Und wie finden sie sich im Spannungsfeld von traditionellen Rollenbildern, Gewaltaffinität und rechter Ideologie zurecht? Der Vortrag vermittelt dabei nicht nur Wissen über Frauen in der rechten Szene, sondern auch, wie man im Alltag mit dem Thema umgehen kann.
Referentin: Johanna Schröder (Sozialwissenschaftlerin und politische Bildnerin, B.Sc. Psychologie)


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